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Frau
Anna Carla Kugelmeier

Öffentlichkeitsarbeit

ac.kugelmeier@drk-attendorn.de

 

Geschichte des Roten Kreuzes

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen die Geschichte des Roten Kreuzes näher bringen. Durch anklicken der Bilder können Sie sich die Geschichte auch anhand kleiner Kurzfilme ansehen. Die Filme wurden vom DRK-Bundesverband (www.DRK.de) zur Verfügung gestellt und vom Tagesschau-Sprecher und Botschafter des Deutschen Roten Kreuzes Jan Hofer gesprochen.

1859 - 2001

Der erste von vier Teilen erzählt, wie Henry Dunant vor rund 150 Jahren bei der Schacht von Solferino den Grundstein für das Rote Kreuz legte.

Während der Schlacht bei Solferino war Henry Dunant am 24. Juni 1859 als Schweizer Kaufmann eher zufällig vor Ort. Er ist von der Not und dem Elend der auf dem Schlachtfeld Verwundeten tief erschüttert und organisiert mit Dorfbewohnern zivile Hilfe. Die Schlacht bei Solferino gilt als Auslöser für die weltweite Rotkreuzbewegung. 

Im Jahre 1862 verarbeitet Dunant die Erlebnisse aus Solferino und veröffentlicht diese in dem Buch „Eine Erinnerung an Solferino“. Er berichtet von den Greueln des Krieges und fordert die Gründung von Hilfsgesellschaften, und zwar schon in Friedenszeiten und dauerhaft.

Der zweite Teil stellt dar, wie das Internationale Kommitee vom Roten Kreuz (IKRK) weltweit dabei hilft, Leid und Not zu lindern.

Das ist das Neue! Deren Pflegepersonal soll neutral sein und alle Verwundeten gleichermaßen betreuen sowie unter internationalem Schutz stehen. "Gibt es während einer Zeit der Ruhe und des Friedens kein Mittel, um Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein müßte, die Verwundeten in Kriegszeiten durch begeisterte, aufopfernde Freiwillige, die für ein solches Werk besonders geeignet sind, pflegen zu lassen?"

Der dritte Teil stellt dar, in welchen Bereichen die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften tätig sind: Katastrophenhilfe, Katastrophenvorsorge, Gesundheits- und Sozialwesen und der Verbreitung humanitärer Werte und Prinizipien.

Die Ideen Dunants finden zahlreiche Anhänger: In Genf wird am 9. Februar 1863 das „Komitee der Fünf“ gegründet, das am 17. Februar zu einem ersten Treffen zusammen kommt – die Geburtsstunde des heutigen „Internationalen Komitees vom Roten Kreuz“. Das Komitee lädt Vertreter der europäischen Staaten zu einer  internationalen Konferenz nach Genf ein, um sie von der Gründung nationaler Hilfsgesellschaften zu überzeugen.

Am 26. Oktober findet die Erste Genfer Konferenz statt: Regierungsvertreter, Vertreter anderer Organisationen und Privatleute diskutieren die Ideen Dunants und die Vorstellungen des Komitees zur Gründung von freiwilligen Hilfsgesellschaften. Es werden 10 Resolutionen angenommen, u.a. zu einem gemeinsamen Kennzeichen für das Sanitätspersonals, die freiwilligen Helfer und die Verwundeten: Das Rote Kreuz auf weißem Grund.

Dieser Teil beschreibt die Aufgaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC). Die Föderation koordiniert die Tätigkeiten der nationalen Gesellschaften auf internationaler Ebene.

Auf deutschem Boden wird am 12. November die erste nationale Rotkreuzgesellschaft gegründet: der Württembergische Sanitätsverein.

Die Zweite Genfer Konferenz findet am 22. August 1864 statt: 12 Landesvertreter erkennen die 10 Resolutionen, die auf der ersten Genfer Konferenz verabschiedet wurden, völkerrechtlich an. Dieser Vertrag regelt die Aufnahme und die Pflege von verwundeten Soldaten im Krieg.

Diese so genannte erste Genfer Konvention ist die erste aller Genfer Konventionen und die Gründungsurkunde aller nationalen RK-Organisationen. Königin Augusta von Preußen gründet am 11. November 1866 den Vaterländischen Frauenverein.  

Dieser schließt sich am 25. Januar 1921, ebenso wie alle deutschen Landesvereine, zum Deutschen Roten Kreuz e. V. mit Sitz in Berlin zusammen.

Heutiges Logo des JRK

Das Jugendrotkreuz in Deutschland (JRK) wird am 27. Mai 1925 gegründet.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wird das DRK schrittweise gleichgeschaltet und nationalsozialistisch überformt.

1937 wird ein „DRK-Gesetz“ und eine neue DRK-Satzung erlassen: In Folge dessen werden die Gliederungen des DRK aufgelöst und in die neue Einheit DRK überführt, welche nach dem „Führerprinzip“ strikt hierarchisch gegliedert ist. Das DRK verliert alle Wohlfahrtseinrichtungen, das JRK wird aufgelöst.

DRK-Helferinnen 1941

Im Zweiten Weltkrieg sind über 600.000 DRK-Kräfte, vor allem Frauen, im Einsatz. Tätigkeitsfelder sind u.a. die Verwundetenhilfe, die Fürsorge für Kriegsgefangene, der Luftschutz, die Betreuung von Umsiedlern und Flüchtlingen sowie die Betreuung von Soldaten.

Nach der Auflösung des Roten Kreuzes in Deutschland durch die Allierten im September 1945, gründet sich das DRK in der Bundesrepublik am 12. August 1950. Das Generalsekretariat hat seinen Sitz in Bonn.

Nachdem sich das DRK der DDR mit dem DRK am 1. Januar 1991 zusammengeschlossen hat, verlegt das (vereinigte) DRK seinen Dienstsitz am 12. Februar 2001 von Bonn nach Berlin.